01. CHATEAU DE FOUGERES
Als wahrer „Wächter der Bretagne“ zählt diese Festung zu den imposantesten Europas. Sie liegt an der Grenze der Bretagne und besticht durch ihre außergewöhnlich gut erhaltene mittelalterliche Bausubstanz. Anders als viele andere Burgen auf Hügelkuppen wurde sie unterhalb der Stadt auf einem Felsvorsprung errichtet, umgeben vom Fluss Nançon, der als natürlicher Burggraben diente. Die Führung bietet ein faszinierendes Eintauchen in die Geschichte und Technik: Die elf Türme, von denen einige massiv und noch intakt sind, veranschaulichen die Entwicklung der militärischen Verteidigung über 400 Jahre. Entlang der Ringmauern lädt ein steinernes Labyrinth zum Verweilen ein, und am Fuße der Mauern befinden sich noch immer in Betrieb befindliche Wassermühlen.
02. CHATEAU DE VITRE
Mit seiner dreieckigen Silhouette und den charakteristischen Dächern ist das Château de Vitré eines der spektakulärsten Schlösser der Region. Die ehemalige Festung, die im 14. und 15. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde, wirkt wie direkt einer mittelalterlichen Illustration entsprungen. Heute beherbergt sie das Rathaus und ein reichhaltiges Museum zur Stadtgeschichte. Die Zugbrücke, die imposanten Türme und das Torhaus sind hervorragend erhalten. Im Innenhof können Besucher die später hinzugefügten, raffinierten Renaissance-Verzierungen bewundern, die einen reizvollen Kontrast zur wehrhaften Fassade bilden.
03. CHATEAU DE COMBOURG
Ein Juwel aus Granit, umwoben von Legenden
Das zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert zum Schutz der Grenzen des Herzogtums errichtete Schloss Combourg ist eine der bekanntesten mittelalterlichen Festungen der Bretagne. Seine vier massiven, spitz zulaufenden Türme und die grauen Granitmauern überragen majestätisch den „Ruhigen See“. Dieses Monument, das über Jahrhunderte hinweg abwechselnd als militärischer Schutz und herrschaftlicher Wohnsitz diente, wird noch heute von Nachkommen der Familie Chateaubriand bewohnt, was ihm eine einzigartige Seele und Authentizität verleiht.
Im Schatten von François-René de Chateaubriand
Der Name Combourg ist untrennbar mit dem des „Vaters der französischen Romantik“ verbunden. In der Abgeschiedenheit dieser dicken Mauern verbrachte der junge François-René de Chateaubriand seine Jugend, zwischen dem Schweigen seines Vaters und den Geistergeschichten. Das Schloss nimmt einen zentralen Platz in seinen berühmten Memoiren aus dem Jenseits ein, in denen er die geheimnisvolle Atmosphäre des Ortes beschreibt. Ein Besuch seines Zimmers im Katzenturm entführt Sie in die melancholische Welt, die die französische Literatur des 19. Jahrhunderts prägte.
Ein Eintauchen in Pracht und Geheimnis
Im Inneren erwartet die Besucher ein faszinierender Kontrast zwischen der strengen mittelalterlichen Fassade und der neugotischen Eleganz der restaurierten Gemächer. Reich ausgestattete Salons und Familienerbstücke stehen neben düsteren Legenden, wie der von der lebendig eingemauerten schwarzen Katze oder dem hölzernen Bein des alten Grafen, das angeblich die Treppenhäuser heimsucht. Zwischen den historischen Fresken, dem im 19. Jahrhundert neu gestalteten, 25 Hektar großen Park und den atemberaubenden Ausblicken von den Wehrmauern bietet Combourg eine zeitlose Oase – einen Ort zwischen gotischem Schrecken und romantischer Poesie.
04. CHATEAU DE JOSSELIN
Das Schloss Josselin, das das Oust-Tal überragt, ist seit über tausend Jahren der Stammsitz der Familie Rohan. Es präsentiert sich mit zwei Gesichtern: Vom Fluss aus bewundert man eine uneinnehmbare Festung mit drei massiven Türmen und steilen Wehrmauern. Doch sobald man den Hauptinnenhof betritt, offenbart sich eine kunstvoll gestaltete Granitfassade von unglaublicher Finesse – ein Meisterwerk bretonischer Flamboyantgotik, verziert mit reichhaltigen Dachgauben und Wappen. Die im 19. Jahrhundert im prächtigen neugotischen Stil renovierten Innenräume beherbergen reiche Sammlungen von Möbeln und historischen Erinnerungsstücken. Das Anwesen ist ebenso bezaubernd, mit seinem berühmten Rosengarten (über 160 Sorten), formalen französischen Gärten und einem englischen Landschaftspark. In den ehemaligen Stallungen beherbergt das Schloss ein außergewöhnliches Museum mit Puppen und antikem Spielzeug aus der Privatsammlung der Familie Rohan.
05. CHATEAU DE KERIOLET
Hier ist eine fesselnde Beschreibung des Château de Keriolet, verfasst für einen Reiseführer, die seine ungewöhnliche Architektur und seine Verbindung zur Filmwelt hervorhebt. Das Château de Keriolet: Neugotische Pracht des Finistère Das Château de Keriolet, das die ummauerte Stadt Concarneau überragt, ist ein seltenes Juwel bretonischer Architektur. Dieses Monument ist das Ergebnis einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung und grenzenlosen Ehrgeizes: der russischen Zarin Zénaïde Ioussoupov für ihren Ehemann, den Grafen von Chauveau. Das Ende des 19. Jahrhunderts wiederaufgebaute Schloss ist ein Manifest des neugotischen Stils, überbordend mit Skulpturen, Wasserspeiern und bretonischen Symbolen (Hermelinen, Dudelsäcken), die mit kaiserlichen Wappen verwoben sind. Jeder Raum ist eine Reise: vom monumentalen Wachraum bis zur mit Desvres-Fayence gefliesten Küche – die Ästhetik ist ebenso kunstvoll wie faszinierend. Doch jenseits ihrer beeindruckenden Schönheit verströmt Keriolet eine dramatische Aura, die auch Filmemacher nicht entgangen ist. Dieser fantastische Ort diente unter anderem als Drehort für den Film „L’Animal“, in dem wir einmal mehr die Kühnheit von Jean-Paul Belmondo erleben. Der Kontrast zwischen dem grauen Granitstein und den üppigen Formen macht Keriolet zu einem Ort von unwiderstehlicher Fotogenität. Ein Besuch in Keriolet bedeutet, in eine romantische und exzentrische Welt einzutauchen – ein wahres Zeugnis der Pracht der Belle Époque in der Bretagne.
06. CHATEAU DE KERJEAN
„Das besagte Haus und Château de Kerjean ist von so schöner und prachtvoller Bauweise, dass es uns als Rückzugsort und Wohnsitz würdig wäre, sollten uns unsere Angelegenheiten dorthin führen“, so Ludwig XIII. Ein Renaissanceschloss. Um 1570, während des „Goldenen Zeitalters“ der Bretagne, begannen die Herren von Kerjean mit einem gigantischen Bauprojekt. Sie errichteten an der Stelle des alten Herrenhauses ein Schloss, das die schönsten Residenzen der Region übertraf. Heute liegt Kerjean inmitten eines weitläufigen, 20 Hektar großen Naturschutzgebietes, das ganzjährig für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Jenseits der imposanten Wehrmauern und des Haupttors entdecken Besucher die markante, fensterlose Fassade des Hauptgebäudes, die viel über die Kriege und Entbehrungen der vergangenen Jahrhunderte erzählt. Die Erkundung der 25 öffentlich zugänglichen Räume enthüllt die Geschichte des Schlosses anhand ansprechender Multimedia-Präsentationen (siehe unten). Zu den absoluten Highlights zählen die Kapelle, die Küche und die bemerkenswerte Sammlung regionaler Möbel. Die Tour beinhaltet einen Besuch der Ausstellung im Hauptgebäude des Schlosses. Multimediale Präsentationen erwecken Kerjeans reiche Geschichte zum Leben! Um 1570, während des „Goldenen Zeitalters“ der Bretagne, begannen die Herren von Kerjean mit einem monumentalen Bauprojekt. Die Familie Barbier errichtete an der Stelle des alten Herrenhauses ein Schloss, das selbst die prächtigsten Residenzen der Region übertraf. Kerjean, ein Juwel der Renaissance-Architektur, umgeben von massiven Wehrmauern, erhebt sich inmitten eines weitläufigen, 20 Hektar großen Naturschutzgebietes, das ganzjährig für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Jenseits der imposanten Wehrmauern und des Haupttors entdecken Besucher die markante, fensterlose Fassade des Hauptgebäudes, die viel über die Kriege und Entbehrungen der vergangenen Jahrhunderte erzählt. Die Erkundung der 25 öffentlich zugänglichen Räume enthüllt die Geschichte des Schlosses anhand fesselnder Multimedia-Präsentationen. Die Tour beinhaltet einen Besuch der Ausstellung im Hauptgebäude des Schlosses. Neu im Jahr 2020! Dank verbesserter Barrierefreiheit sind nun vier Räume der Tour für alle zugänglich! Auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität können dank eines Aufzugs und einer Rampe, die zur Residenz des Burgherrn führt, vier Räume erkunden, die zuvor nicht mit dem Rollstuhl erreichbar waren. Der Innenhof und die Zugangswege zum ersten Raum der Tour, zum Souvenirladen und zur großen Küche im unteren Innenhof wurden neu gestaltet. Besucher können die Küche im unteren Innenhof nun in ihrem schönsten Licht erleben. Die Restaurierungsarbeiten in diesem zentralen Raum des Schlosses wurden kürzlich abgeschlossen.
07. DOMAINE DE SUSCINIO
DAS ANWESEN SUSCINIO: EIN SCHLOSS, AKTIVITÄTEN UND UNBEWAHRT. Das Château de Suscinio, ein bretonisches Kulturerbe, ist ein absolutes Muss im Golf von Morbihan. Mitten in einem Naturpark gelegen, der mit einer Fülle an vielfältigen Aktivitäten lockt, bietet es ein einzigartiges Angebot an historischen Erlebnissen, nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, in die Vergangenheit einzutauchen, sich vorzustellen, wie das Leben in einer anderen Zeit gewesen sein mag, und zu verstehen, wie die Natur mit uns interagiert? Lassen Sie sich vom vielfältigen Programm des Anwesens Domaine de Suscinio überraschen und finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.
08. DOMAINE DE TREVAREZ
Im Herzen eines 85 Hektar großen Parks thront das Château de Trévarez seit über einem Jahrhundert über dem Aulne-Tal. Als absolutes Muss in Central Finistère und als „Kulturerbe des 20. Jahrhunderts“ anerkannt, ist die Geschichte des Anwesens Trévarez untrennbar mit James de Kerjégu verbunden, der 1846 in Trévarez geboren wurde und kurz nach der Fertigstellung des Schlosses im Jahr 1908 starb. Der wohlhabende Politiker, hin- und hergerissen zwischen lokalem Engagement und einem Leben in Paris, inmitten von Adel und gehobenem Bürgertum, beschloss vor über einem Jahrhundert, ein Schloss mit modernstem Komfort zu errichten. Alles dort war purer Luxus und Modernität. Im Zweiten Weltkrieg bombardiert, erlitt das Schloss erhebliche Schäden. Dank beträchtlicher Anstrengungen in den letzten Jahren werden nach und nach neue Bereiche für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in der Dauerausstellung „Ein Traum wird wahr“ präsentiert. (Link zur Ausstellungsseite) Der Bau des Schlosses ging einher mit der Anlage und Entwicklung eines weitläufigen Parks, der heute als „Bemerkenswerter Garten“ ausgewiesen ist. In den letzten Jahren fanden dort Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Fotografien aus der Belle Époque statt. Die majestätischen Stallungen – deren Glasdach kürzlich restauriert wurde – sind regelmäßig Schauplatz von Festivals und Wechselausstellungen. Dieser wohlhabende Politiker, hin- und hergerissen zwischen lokalem Engagement und einem Pariser Leben im Kreise des Adels und des gehobenen Bürgertums, beschloss vor über einem Jahrhundert, ein Schloss mit modernstem Komfort zu errichten. Alles dort ist purer Luxus und Modernität. Im Zweiten Weltkrieg bombardiert, erlitt das Schloss erhebliche Schäden. Dank beträchtlicher Anstrengungen in den letzten Jahren werden nach und nach neue Bereiche für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und durch die Dauerausstellung „Ein Traum wird Wirklichkeit“ hervorgehoben. In den letzten Jahren fanden in den Gärten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Fotografien der Belle Époque statt. Die majestätischen Stallungen – deren Glasdach kürzlich restauriert wurde – dienen regelmäßig als Veranstaltungsort für Festivals und Wechselausstellungen.



