Die 6 schönsten Schlossgärten Frankreichs: Eine außergewöhnliche botanische Reise

Ein Schlossgarten ist weit mehr als nur eine Grünfläche: Er ist ein lebendiges Kunstwerk, das französische Macht und Eleganz widerspiegelt. Von Renaissance-Buchsbaumparterres bis hin zu den endlosen Weiten des Grand Siècle – entdecken Sie in unserem Reiseführer die zehn schönsten Schlossgärten Frankreichs. Ob Sie sich für Botanik begeistern, formale französische Gärten lieben oder einfach nur romantische Landschaften suchen: Diese außergewöhnlichen Anwesen – viele davon als „Remarkable Gardens“ ausgezeichnet – bieten ein einzigartiges Erlebnis inmitten einer faszinierenden Verbindung von historischem Erbe und kunstvoll gestalteter Natur.

01. CHATEAU DE VILLANDRY

Villandry liegt nur wenige Kilometer von Tours entfernt und gehört zu den Schlössern des Loiretals. Das im Renaissancestil erbaute Schloss verdankt seinen Ruhm seinen Gärten, die sich über drei Terrassen erstrecken. Die Eleganz seiner Architektur, kombiniert mit seinen außergewöhnlichen Gärten, hat dem Schloss einen Platz auf der UNESCO-Welterbeliste eingebracht. Die Gärten selbst sind von unbeschreiblicher Pracht und vereinen Schönheit, Harmonie, Vielfalt und ästhetischen Reiz.

02. CHATEAU DE VERSAILLES

Das Schloss Versailles, dessen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, diente nacheinander als Jagdschloss, Machtzentrum und seit dem 19. Jahrhundert als Museum. Es umfasst den Park, die Gärten und die Trianon-Paläste und erstreckt sich über 800 Hektar.

03. CHATEAU DE VAUX-LE-VICOMTE

Das Château de Vaux-le-Vicomte, gelegen in der französischen Gemeinde Maincy, 50 km südöstlich von Paris, in der Nähe von Melun, ist ein Schloss aus dem 17. Jahrhundert, das für Nicolas Fouquet, Finanzminister unter Ludwig XIV., erbaut wurde. Es gehört heute einem jüngeren Zweig des Marquis de Vogà.

04. CHATEAU CHENONCEAU

Chenonceau, mit seiner berühmten zweistöckigen Galerie über dem Cher, ist eines der Juwelen der Loire-Architektur. Italienische Einflüsse und französische Merkmale sind deutlich erkennbar. Vom ursprünglichen Gebäude ist heute nur noch der Tour des Marques erhalten, ein Überbleibsel des mittelalterlichen Schlosses am Ufer des Cher. Chenonceau wurde von Frauen mit sehr unterschiedlichem Temperament erbaut, eingerichtet und umgestaltet. Es wurde 1513 von Katharina Briaçonnet errichtet, von Diane de Poitiers erweitert und unter Katharina von Medici ausgebaut. Unter der Weißen Königin Louise von Lothringen diente es als Rückzugsort, wurde während der Französischen Revolution von Louise Dupin gerettet und schließlich von Madame Pelouze umgestaltet. Aufgrund der vielen Frauen, die für das Schloss verantwortlich waren, trägt es den Beinamen „Damenschloss“. Das private Anwesen von Chenonceau befindet sich seit 1913 im Besitz der Familie Menier und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Schloss steht seit seiner erstmaligen Aufnahme in die Denkmalliste im Jahr 1840 unter Denkmalschutz, der Park seit dem 7. November 1962. Das Gebäude und seine Umgebung gehören seit dem 9. Juli 2017 zum Loiretal, einem UNESCO-Weltkulturerbe.

05. DOMAINE DE CHAUMONT SUR LOIRE

Das Weingut Domaine de Chaumont-sur-Loire, eines der Juwelen des Loiretals, besticht durch seine einzigartige Identität, die märchenhafte, feudale Architektur mit einem betont zeitgenössischen Kunstprogramm verbindet. Historisch bekannt ist das Schloss, da es einst Katharina von Medici gehörte, die es mit ihrer Rivalin Diane de Poitiers gegen Chenonceau tauschte. Seine Architektur, geprägt von massiven Rundtürmen und einer Zugbrücke, bewahrt den Charakter einer mittelalterlichen Festung, obwohl sie während der Renaissance und im 19. Jahrhundert von den wohlhabenden Besitzern der Familie Broglie aufwendig verziert wurde. Diese ließen dort auch luxuriöse Stallungen errichten, die damals als die modernsten Europas galten und den Glanz des aristokratischen Lebens vor dem Ersten Weltkrieg widerspiegelten. Aus touristischer Sicht ist das Anwesen heute dank seines Internationalen Gartenfestivals, das jährlich von April bis November stattfindet, ein weltbekanntes Reiseziel. Dieses Landschaftslabor ermöglicht es Designern aus aller Welt, temporäre Installationen zu einem ökologischen oder poetischen Thema zu schaffen und so ein sich stetig wandelndes Erlebnis im historischen Park zu bieten. Neben seinen 32 Hektar Grünfläche beherbergt das Schloss spektakuläre Installationen zeitgenössischer Kunst, die sogar in die Dachböden und Gärten integriert sind. Diese kühne Verbindung von klassischem architektonischem Erbe und avantgardistischer Pflanzenkunst macht Chaumont zu einem einzigartigen Reiseziel, das sowohl Geschichtsinteressierte als auch Design- und Naturliebhaber anzieht.

06. CHATEAU DE L ISLETTE

Das Refugium berühmter Liebender Das Château de l'Islette, oft mit dem benachbarten Azay-le-Rideau aufgrund seiner Renaissance-Architektur und der Spiegelungen im Wasser verglichen, besticht durch seine viel romantischere und intimere Atmosphäre. Dieses Juwel aus weißem Stein, eingebettet in die Arme des Flusses Indre, ging als Schauplatz der leidenschaftlichen Liebesbeziehung zwischen Camille Claudel und Auguste Rodin in die Geschichte ein. In dieser idyllischen Umgebung suchten die beiden Bildhauer Inspiration und Ruhe, wodurch das Schloss zu einem Refugium künstlerischen Schaffens und romantischer Liebe wurde. Heute ist l'Islette ein privater Wohnsitz, was dem Besuch eine besondere Wärme verleiht. Man entdeckt geschmackvoll eingerichtete Wohnräume, in denen antike Möbel neben Familienerbstücken stehen und den Eindruck erwecken, die Besitzer seien nur kurz außer Haus gewesen. Der Park, eine wahre grüne Oase, in der das Murmeln des Flusses sanft erklingt, lädt zum Flanieren und Verweilen ein und bietet eine zeitlose Auszeit fernab vom Trubel der klassischen Touristenrouten.

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