01. MUSEE DU LOUVRE
Der Louvre: Das universelle Heiligtum der Künste Einst Residenz der französischen Könige, ist der Louvre heute das größte Kunst- und Antikenmuseum der Welt. Seine ikonische Silhouette, wo die Glaspyramide von I.M. Pei auf Renaissancefassaden trifft, symbolisiert ein Paris, das Geschichte und Moderne vereint. Im Inneren erstrecken sich die Galerien über mehr als 70.000 Quadratmeter und beherbergen unschätzbare Schätze wie die Mona Lisa, die Venus von Milo und die kolossalen geflügelten Stiere von Khorsabad. Den Louvre zu erkunden ist wie eine Reise durch 10.000 Jahre Zivilisation, von der Pracht des alten Ägypten bis zu den Meisterwerken der europäischen Malerei. Doch der Louvre ist auch eine unerschöpfliche Kulisse für die Welt des Films. Filmfans erinnern sich an Jean-Paul Belmondos unbändige Energie, als er in einer legendären Szene aus dem Film *Bande à part* durch die Galerien raste (eine Referenz, die später von Godard und vielen anderen aufgegriffen wurde). Diese Mischung aus der Würde der Kunstwerke und der Lebendigkeit der Popkultur macht den Louvre zu einem pulsierenden Ort, weit entfernt vom Klischee des verstaubten Museums. Ein atemberaubender Besuch, der angesichts des unermesslichen Reichtums der Sammlungen mehrere Stationen erfordert.
02. MUSEE RODIN
Das Rodin-Museum, untergebracht im prachtvollen Hôtel Biron, einem Stadtpalais aus dem 18. Jahrhundert nahe dem Invalidendom, zählt zu den bezauberndsten Orten von Paris. Hier lebte und arbeitete der Bildhauer Auguste Rodin bis zu seinem Lebensende und vermachte sein gesamtes Werk dem französischen Staat. Die Innenräume schlängeln sich durch Salons mit polierten Parkettböden und vergoldeten Holzarbeiten, in denen weißer Marmor und kraftvolle Bronzen im natürlichen Licht, das durch die hohen Fenster strömt, zum Leben erwachen.
Das absolute Highlight ist jedoch der drei Hektar große Skulpturengarten, eine wahre grüne Oase mitten in der Hauptstadt. Zwischen Rosensträuchern und Hainbuchenhecken entdecken die Besucher die monumentalen Meisterwerke des Künstlers: Der Denker, Die Bürger von Calais und das atemberaubende Höllentor. Es ist diese einzigartige Verbindung zwischen der Finesse klassischer Architektur, der rohen Kraft der Bildhauerei und der Ruhe des Parks, die dieses Museum zu einer bezaubernden Oase der Ruhe fernab des Trubels von Paris macht.
03. PALAIS DES BEAUX ARTS
Der Palais des Beaux-Arts in Lille, oft aufgrund seiner bedeutenden Sammlungen als zweitwichtigstes Museum Frankreichs nach dem Louvre bezeichnet, ist ein absolutes Muss in der flämischen Hauptstadt. Untergebracht in einem imposanten Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert gegenüber der Präfektur, beeindruckt er zunächst durch seine monumentale Architektur und das lichtdurchflutete Atrium. Im Inneren wird die künstlerische Reise vollendet: Meisterwerke der europäischen Malerei (Rubens, Goya, Delacroix, Courbet) werden neben einer außergewöhnlichen Skulpturengalerie und seltenen archäologischen Fundstücken präsentiert.
Besonders hervorzuheben ist die Sammlung von Reliefkarten, maßstabsgetreuen Modellen von Städten, die Vauban im 17. Jahrhundert befestigte – von chirurgischer Präzision und einzigartigem historischem Wert. Die moderne Szenografie, die einen Dialog zwischen klassischen Werken und zeitgenössischen Installationen in den Gewölbekellern schafft, haucht diesem Palast aus Glas und Stein neues Leben ein. Es ist ein Ort, an dem die Erhabenheit der Kunstgeschichte auf die für den Norden typische herzliche Gastfreundschaft trifft.
05. MUSEE D'ORSAY
Das Museum profitierte von der Zusammenführung der Sammlungen des Louvre (nach 1848) und des Nationalmuseums für Moderne Kunst (vor 1918). Hinzu kamen zahlreiche Gemälde, die der Staat in dieser Zeit erworben und in Provinzmuseen aufbewahrt hatte. Das Museum befindet sich im ehemaligen Bahnhof von Orsay. Der Umbau des 1900 von Victor Laloux erbauten Bahnhofs erfolgte zwischen 1978 und 1986 unter der Leitung der Architekten Colboc, Bardon und Philippon (Restaurierung der Fassade) sowie Gae Aulenti (Renovierung des Innenraums). Das große Hauptschiff des Bahnhofs dient heute als Hauptachse des Museumsrundgangs. Bonnard, Carpeaux, Daumier, Guimard, Lalique, Manet, Millet, Monet, Renoir, Rodin, Sisley, Seurat, Toulouse-Lautrec, Van Gogh, Vuillard, Rodin, Maillol, Carpeaux, Guimard, Lalique.
06. CITE DES SCIENCES
Willkommen in der Cité des Sciences et de l'Industrie (Stadt der Wissenschaft und Industrie), einem der größten Wissenschaftsmuseen der Welt, eingebettet in ein futuristisches Gebäude im Parc de la Villette. Mit einer Länge von 250 Metern, einer Breite von 150 Metern und einer Höhe von 50 Metern ist es ein wahrer Palast aus Glas, Beton und Stahl. Ein absolutes Muss für alle, die sich für Entdeckungen und Innovationen begeistern, und jährlich zieht es über 3 Millionen Besucher an. Die Cité des Sciences et de l'Industrie bietet permanente und temporäre Ausstellungen zu Wissenschaft und Innovation, Aktivitäten für Kinder, ein Aquarium, ein Planetarium und sogar ein U-Boot zum Erkunden.
07. MUSEE DES AUGUSTINS
Das Musée des Augustins, ein wahres Heiligtum der Kunst im Herzen von Toulouse, befindet sich in einem ehemaligen Kloster des Augustinerordens, dessen südgotische Architektur ein wahres Spektakel ist. Innerhalb seiner Mauern aus dem typischen roten Backstein Toulouses beherbergt das Museum eine außergewöhnliche Sammlung, die von der Romanik bis zum frühen 20. Jahrhundert reicht. Die Bildhauerei dominiert hier: Die Galerie romanischer Kapitelle, die aus verlorenen Gebäuden Toulouses (wie La Daurade und der Basilika Saint-Sernin) geborgen wurden, gilt als eine der reichsten und beeindruckendsten in Europa.
Der Höhepunkt des Besuchs ist zweifellos der prächtige Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert, eine grüne Oase der Ruhe, umgeben von eleganten Säulen. Beim Schlendern durch die Gemäldegalerien entdeckt man Meisterwerke von Rubens und Delacroix sowie monumentale Skulpturen des 19. Jahrhunderts, die mit den jahrhundertealten Gewölben zu kommunizieren scheinen. Die Mischung aus klösterlicher Strenge des Ortes und dem künstlerischen Reichtum der Sammlungen schafft eine einzigartige Atmosphäre, die zugleich feierlich und intim ist und typisch für den okzitanischen Charme.
08. LYON : MUSEE DES CONFLUENCES
Ein Kristallgefäß am Schnittpunkt des Wissens
Das Musée des Confluences beeindruckt zunächst mit seiner kühnen Architektur, einem wahren Meisterwerk aus Metall und Glas, das den Spitznamen „Die Wolke“ trägt. Diese einzigartige Institution versteht sich nicht als traditionelles Naturkundemuseum, sondern vielmehr als Museum für Wissenschaft und Gesellschaft. In seinen vier Dauerausstellungen (Ursprung, Arten, Gesellschaften, Ewigkeit) erzählt es die Geschichte der Menschheit von der Entstehung des Universums bis zur Frage nach dem Leben nach dem Tod. Von Dinosaurierskeletten über ägyptische Mumien bis hin zu rituellen Ornamenten aus dem Amazonasgebiet verknüpft das Museum faszinierende Disziplinen, um die Komplexität der Welt zu erklären.
Das Besuchererlebnis ist als sinnliche und intellektuelle Reise konzipiert. Die eindrucksvolle Szenografie nutzt dramatische Lichteffekte und interaktive Displays, die Experten wie Laien gleichermaßen fesseln. Beim Durchwandern des „Kristalls“ (des transparenten Eingangsbereichs) und anschließend der „Wolke“ (der Ausstellungshallen) erlebt man auf jeder Etage einen Perspektivenwechsel. Es ist ein Ort universeller Neugier, der es schafft, existenzielle und wissenschaftliche Fragen für alle zugänglich zu machen und gleichzeitig eines der schönsten Stadtpanoramen bietet.
09. HOTEL NATIONAL DES INVALIDES
Das Hôtel National des Invalides, unverkennbar im Pariser Stadtbild dank seiner vergoldeten Kuppel, ist ein außergewöhnliches Monument. Besucher können die französische Geschichte anhand der Sammlungen des Armeemuseums und des Grabmals Napoleons I. erkunden. Im 17. Jahrhundert befehligte Ludwig XIV. die größte Armee Europas. Da er die Soldaten als wichtigste Garanten der französischen Größe betrachtete, beschloss der Sonnenkönig, einen Komplex für die Veteranen der königlichen Armee zu errichten. Die Cité des Invalides öffnete 1674 ihre Pforten für die Veteranen. Gleichzeitig Hospiz, Kaserne, Kloster, Krankenhaus und Fabrik – das Hôtel war eine regelrechte Stadt, regiert von einem System, das Militär und Religion gleichermaßen prägte. Mehr als 4.000 Bewohner lebten innerhalb seiner Mauern. Heute erfüllt das Hôtel weiterhin seinen ursprünglichen Zweck und beherbergt die Nationale Institution des Invalides, ein Kulturzentrum, in dem jeder Besucher die französische Geschichte hautnah erlebt. Schon beim Betreten des Hauptinnenhofs bewundern die Besucher eine Artilleriesammlung aus 200 Jahren Geschichte und gelangen anschließend zu den Eingängen der verschiedenen Museen, darunter das Armeemuseum, das eine der außergewöhnlichsten Sammlungen militärhistorischer Sammlungen Europas, wenn nicht gar der Welt, beherbergt. Ein Bürgerzentrum, in dem sich jeder wohlfühlt. Das Hôtel National des Invalides verkörpert zudem die symbolträchtigen Werte der Republik durch nationale, zivile und militärische Ehrungen, Militärparaden und Abschiedszeremonien.
10. LA CITE DU VIN
Als wahre Ikone der modernen Landschaft von Bordeaux bietet die Cité du Vin ein unvergessliches Sinneserlebnis, das Wein als universelles Kulturerbe zelebriert. Schon bei Ihrer Ankunft werden Sie von der kühnen Architektur mit ihren goldenen Reflexionen, die an die Bewegung des Weins im Glas erinnern, fasziniert sein, bevor Sie in eine einzigartige, interaktive und immersive Dauerausstellung eintauchen. Weit entfernt von einem traditionellen Museum, gipfelt dieses spielerische Erlebnis im Belvedere im 8. Stock, wo Sie ein Glas Wein aus Weinbergen der Welt genießen und gleichzeitig einen atemberaubenden 360°-Panoramablick auf Bordeaux und die Garonne bewundern können.
