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Die 10 schönsten Abteien Frankreichs: Schätze der Geschichte und Spiritualität

Frankreich ist ein Land des Erbes, in dem jede Region Denkmäler voller Geschichte und Emotionen offenbart. Unter ihnen nehmen die Abteien eine besondere Stellung ein. Als stumme Zeugen vergangener Jahrhunderte erzählen sie die Geschichte von Glaube, Arbeit, Kunst und der spirituellen Kraft, die das Land prägte. Der Besuch einer Abtei ist weit mehr als nur das Betreten eines Monuments: Es ist das Eintauchen in eine Welt, in der Architektur, Natur und Stille harmonisch miteinander verschmelzen.

Von den Klippen der Normandie bis zu den Hügeln Burgunds, von den Lavendelfeldern der Provence bis zu den Küsten des Mittelmeers bieten französische Abteien eine spektakuläre Vielfalt an Landschaften und Architekturstilen. Manche beeindrucken durch ihre schiere Größe, wie die legendäre Abtei Mont-Saint-Michel, die zwischen Himmel und Meer thront – ein wahres gotisches Meisterwerk und UNESCO-Weltkulturerbe. Andere bezaubern durch ihre zisterziensische Schlichtheit, wie die Abtei Sénanque, eingebettet in die Lavendelfelder des Luberon, wo der goldene Stein nahtlos mit der Landschaft zu verschmelzen scheint.

Manche Abteien faszinieren durch ihren außergewöhnlich guten Erhaltungszustand, wie etwa die Abtei Fontenay, eines der ältesten erhaltenen Zisterzienserklöster der Welt. Andere berühren uns mit ihren romantischen Ruinen, wie die Abtei Jumièges, deren sich gen Himmel reckende Bögen Schriftsteller und Maler inspirierten. In Moissac und Vézelay zeugen die skulptierten Portale und romanischen Tympana von mittelalterlicher Begeisterung und der symbolischen Kraft sakraler Kunst.

Im Mittelalter waren Abteien weit mehr als nur Gebetsstätten. Als intellektuelle, wirtschaftliche und landwirtschaftliche Zentren spielten sie eine wichtige Rolle in der Organisation des Gebiets und der Wissensvermittlung. Die Abtei Cluny war somit das Herzstück eines einflussreichen europäischen Klosternetzwerks. Die Mönche kopierten Handschriften, entwickelten landwirtschaftliche Techniken und beteiligten sich aktiv am lokalen Leben.

Heute ziehen diese Denkmäler Geschichtsinteressierte, Fotografiebegeisterte, Wanderer und Ruhesuchende gleichermaßen an. Manche Abteien werden noch immer von Ordensgemeinschaften bewohnt und führen so eine tausendjährige Tradition fort. Andere wurden in Kulturzentren umgewandelt, die Konzerte, Festivals und Ausstellungen beherbergen und dabei ihre einzigartige Atmosphäre bewahrt haben.

Ein Besuch der schönsten Abteien Frankreichs bedeutet auch, außergewöhnliche Landschaften zu entdecken: grüne Täler, vulkanische Hochebenen, mittelalterliche Dörfer und zerklüftete Küsten. Jede Abtei erzählt ihre eigene Geschichte, die sich in ihre Landschaft eingeschrieben hat. Jeder Kreuzgang lädt zur Kontemplation ein. Jeder Stein flüstert Echos der Vergangenheit.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen eine Auswahl der zehn schönsten Abteien Frankreichs vor. Begeben Sie sich auf eine Reise durch Jahrhunderte und Regionen, um diese Juwelen des französischen Kulturerbes zu entdecken – eine Verbindung von Spiritualität, Architektur und Natur. Ob Sie ein Kulturwochenende, eine Reise entlang der historischen Stätten oder einfach nur eine zeitlose Auszeit planen: Diese Abteien gehören zu den Orten, die man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte.

01. ABBAYE DU MONT SAINT MICHEL

Aus dem Sand der Bucht erhebt sich die Abtei Mont-Saint-Michel, ein architektonisches Meisterwerk, das seit über einem Jahrtausend den Elementen trotzt. Dieses dem Erzengel Michael geweihte Heiligtum ist eine meisterhafte Verschmelzung verschiedener Stile, von der Romanik bis zur Flamboyantgotik. Der Besuch gipfelt im Kreuzgang, der zwischen Himmel und Meer zu schweben scheint, und in der Wunderhalle, einem Juwel klösterlicher Architektur. Neben seiner religiösen Bedeutung hat dieses Granitlabyrinth Filmemacher seit jeher fasziniert. Seine imposante, festungsartige Erscheinung diente als Kulisse für zahlreiche Filmproduktionen. Insbesondere in Jean-Paul Belmondos Film „Der Erbe“ erinnert es an die monumentale Ästhetik des Mont Saint-Michel, die die Kraft der Erzählung unterstreicht. Zwischen den steilen Treppen und den Terrassen mit Panoramablick auf die höchsten Gezeiten Europas bietet die Abtei ein außergewöhnliches sinnliches und historisches Erlebnis. Als UNESCO-Welterbestätte ist sie das ewige Symbol des Bündnisses zwischen menschlichem Erfindungsgeist und unberührter Natur.

02. ABBAYE DE SENANQUE

Enclavada en un frondoso valle cerca de Gordes, la Abadía de Notre-Dame de Sénanque es una de las joyas más emblemáticas de la Provenza. Fundada en 1148, esta abadía cisterciense cautiva a los visitantes con la austeridad de su arquitectura románica, cuyas líneas puras inspiran serenidad inmediata. Sigue siendo un lugar de oración habitado por una comunidad de monjes, lo que le otorga una atmósfera de auténtica espiritualidad, lejos del bullicio del mundo moderno.

La vista más famosa son, sin duda, sus campos de lavanda, que se extienden al pie de los muros de piedra gris. En verano, el contraste entre el vibrante púrpura de las flores y la sencillez monástica del edificio crea un paisaje de singular belleza, convertido en un símbolo del Luberon. En su interior, el recorrido le llevará por el claustro, repleto de luz, la iglesia abacial, despojada de todo artificio, y el scriptorium, testigos de una forma de vida centrada en lo esencial y el silencio.

03. ABBAYE DE JUMIEGE

Von Victor Hugo treffend als „schönste Ruine Frankreichs“ bezeichnet, erhebt sich die Abtei Jumièges mit ihren majestätischen Türmen im Herzen einer Seine-Schleife in der Normandie. Dieses Meisterwerk romanischer Baukunst, im 7. Jahrhundert gegründet und im 11. Jahrhundert wiederaufgebaut, beeindruckt mit seinen monumentalen Ausmaßen und seinen fast 50 Meter hohen, weißen Türmen. Das fehlende Dach beeinträchtigt den Anblick keineswegs, sondern lässt das Licht hereinströmen und schafft so eine offene Architektur, in der der Stein mit den Elementen zu kommunizieren scheint.

Ein Besuch gleicht einem poetischen Spaziergang durch einen 15 Hektar großen, bewaldeten Park. Zwischen den offenen Arkaden des Kirchenschiffs und den Überresten der Kirche Saint-Peter spürt man die einstige Macht dieses bedeutenden intellektuellen und spirituellen Zentrums des Mittelalters. Der Kontrast zwischen dem kreideweißen Kalkstein und dem satten Grün der umliegenden Rasenflächen schafft eine melancholische und zugleich grandiose Atmosphäre – ein Paradies für Fotografie- und Geschichtsbegeisterte.

04. ABBAYE SAINT PIERRE DE MOISSAC

Die Abtei Saint-Pierre in Moissac, ein bedeutender Ort am Jakobsweg, ist weltberühmt für ihren Kreuzgang und ihr Portal – wahre Meisterwerke romanischer Kunst. Als UNESCO-Welterbestätte prägt sie die Region Tarn-et-Garonne seit ihrer legendären Gründung durch König Chlodwig. Während die Abteikirche mit ihrer gelungenen Verbindung romanischer und gotischer Stilelemente beeindruckt, ist es das skulptierte Tympanon, das die Besucher in seinen Bann zieht: eine monumentale Vision der Apokalypse, ausgeführt mit unvergleichlicher Finesse und Ausdruckskraft.

Der wahre Schatz von Moissac bleibt jedoch der Kreuzgang, der im Jahr 1100 fertiggestellt wurde. Er zählt zu den größten und am besten erhaltenen der Welt und beherbergt 76 einzigartige Kapitelle. Jede Säule erzählt eine Geschichte: Biblische Szenen, fantastische Gestalten und Pflanzenmotive verschmelzen mit exquisiter Präzision. Ein Spaziergang unter den Galerien, im Schatten der zweihundert Jahre alten Zeder, die in ihrer Mitte steht, bietet einen Moment absoluter Ruhe und ein faszinierendes Eintauchen in die mittelalterliche Vorstellungswelt.

05. ABBAYE DE VEZELAY

Die Abtei Sainte-Marie-Madeleine in Vézelay, die stolz den „Ewigen Berg“ am Tor zur Morvan-Region überblickt, ist eines der größten Meisterwerke romanischer Baukunst und seit dem 11. Jahrhundert ein bedeutender Wallfahrtsort. Berühmt für die Reliquien der Maria Magdalena, war sie Ausgangspunkt zweier Kreuzzüge und ist bis heute ein wichtiger spiritueller Ort auf dem Jakobsweg. Ihre majestätische Silhouette, kilometerweit sichtbar, scheint die burgundische Landschaft mit dem Himmel zu verbinden.

Das Innere der Basilika ist eine wahre Offenbarung aus Licht und Stein. Die Vorhalle empfängt die Besucher mit einem der schönsten Tympana der Welt, das Christus in Herrlichkeit zeigt, wie er die Apostel auf ihre Mission aussendet. Beim Betreten des Kirchenschiffs ist man beeindruckt von der außergewöhnlichen Helligkeit des Gebäudes und den exquisit gestalteten Kapitellen, die biblische Szenen und Kämpfe gegen Dämonen mit unglaublicher Lebendigkeit darstellen. Die Ausgewogenheit der Volumen und die Polychromie der Bögen erzeugen eine Harmonie, die sowohl künstlerische Bewunderung als auch Kontemplation hervorruft.

06. ABBAYE DE CHAISE DIEU

Hoch oben auf den Hochebenen der Auvergne, auf über 1000 Metern Höhe, thront die Abtei La Chaise-Dieu (Casa Dei, Haus Gottes), ein monumentaler Komplex, der Zeit und Einsamkeit zu trotzen scheint. Gegründet im 11. Jahrhundert von dem Heiligen Robert von Turlande, wurde sie im 14. Jahrhundert unter der Schirmherrschaft von Papst Clemens VI., der dort auch begraben liegt, im imposanten Stil der Languedoc-Gotik wiederaufgebaut. Die Festungsabtei beeindruckt mit ihrer massiven Silhouette aus grauem Granit, die sich harmonisch in die wilde Granitlandschaft des Regionalen Naturparks Livradois-Forez einfügt.

Das Innere der Abteikirche Saint-Robert birgt unschätzbare Kunstschätze. Der berühmteste ist zweifellos das Totentanz-Fresko, ein Wandgemälde aus dem 15. Jahrhundert, das eindringlich an die Gleichheit aller Menschen vor dem Tod erinnert. Der Mönchschor ist mit 14 monumentalen, kürzlich restaurierten flämischen Wandteppichen aus dem 16. Jahrhundert geschmückt, die die 144 geschnitzten Chorstühle umgeben. Diese Kombination aus Holz und Wolle sorgt für eine außergewöhnliche Akustik und macht die Abtei jeden Sommer zum pulsierenden Zentrum eines renommierten Festivals für geistliche Musik.

07. ABBAYE DE ROYAUMONT

Die Abtei Royaumont ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster im Weiler Baillon in Asnières-sur-Oise im Département Val-d'Oise, etwa dreißig Kilometer nördlich von Paris.

08. ABBAYE DE CLUNY

Als wahres „Leuchtfeuer des Westens“ im Mittelalter war die Abtei Cluny das intellektuelle Zentrum eines klösterlichen Imperiums, das sich über ganz Europa erstreckte. Gegründet im Jahr 910, beherbergte sie bis zum Bau des Petersdoms in Rom die größte Kirche der Christenheit (die Maior Ecclesia). Obwohl sie nach der Französischen Revolution abgerissen wurde, genügen die erhaltenen Überreste – insbesondere der große südliche Querschiffarm und der Weihwasserturm –, um Ehrfurcht einzuflößen und von der immensen Macht der Äbte von Cluny zu zeugen, die nur dem Papst unterstanden.

Ein Besuch ist eine faszinierende archäologische Entdeckungsreise im Herzen Burgunds. Besucher entdecken kunstvoll gestaltete Kapitelle, Meisterwerke romanischer Kunst, sowie den weitläufigen Komplex von Klostergebäuden aus dem 18. Jahrhundert, der die mittelalterlichen Ruinen umgibt. Der Ort besticht durch seine Dualität: auf der einen Seite die unversehrte Pracht des Abtspalastes und des klassischen Kreuzgangs; Auf der anderen Seite die kolossalen Fragmente der verschwundenen Kirche, die die Fantasie dazu anregen, das zu rekonstruieren, was jahrhundertelang das spirituelle Zentrum der bekannten Welt war.

09. ABBAYE NOTRE-DAME DE FONTEVRAUD

Die königliche Abtei Notre-Dame de Fontevraud ist eine ehemalige, vom Benediktinerorden inspirierte Abtei und Sitz des Ordens von Fontevraud. Sie wurde 1101 von Robert von Arbrissel gegründet und liegt in Fontevraud bei Saumur in Anjou (heute Maine-et-Loire). Das 13 Hektar große Gelände an der Grenze zwischen Anjou, Poitou und Touraine ist einer der größten Klosterkomplexe Europas.

10. ABBAYE DE LERINS

Die Abtei Lérins liegt auf der Île Saint-Honorat vor der Küste von Cannes und ist eine Oase der Ruhe, die auf dem türkisfarbenen Wasser des Mittelmeers zu schweben scheint. Sie wurde im 5. Jahrhundert von der Heiligen Honorat gegründet und zählt zu den ältesten Klosteranlagen des Westens. Noch heute pflegt eine Gemeinschaft von Zisterziensermönchen hier die Stille und die Natur und bildet damit einen reizvollen Kontrast zum geschäftigen Treiben der nahegelegenen Côte d’Azur. Die Abtei vereint auf harmonische Weise mittelalterliche Überreste, eine Abteikirche aus dem 19. Jahrhundert und ein befestigtes Kloster, das sich stolz dem Meer zuwendet.

Der Höhepunkt des Besuchs ist zweifellos das befestigte Kloster, ein imposanter Bergfried, der zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert zum Schutz der Mönche vor Sarazenenüberfällen errichtet wurde. Vom Gipfel aus eröffnet sich ein atemberaubender Panoramablick auf die Inselgruppe der Lérins-Inseln und die schneebedeckten Gipfel der Alpen, die steil ins Meer abfallen. Zwischen makellos angelegten Weinbergen und einsamen, von Schirmkiefern gesäumten Buchten lässt sich die Insel am besten zu Fuß erkunden. Bei einem Spaziergang vermischt sich der Duft von Jod mit dem von Lavendel und Rosmarin.

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