Maison d'Enfance d'Ernest Renan
Maison d'Enfance d'Ernest Renan
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Über Maison d'Enfance d'Ernest Renan
Zu Favoriten hinzufügenEine Reise ins Herz der bretonischen Seele Im Herzen der mittelalterlichen Stadt Tréguier im Département Côtes-d’Armor gelegen, ist dieses imposante Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert der Geburtsort des Schriftstellers, Historikers und Philosophen Ernest Renan. Geboren 1823 in diesem Elternhaus, schöpfte der Autor von *Das Leben Jesu* seine intellektuellen Wurzeln und seine keltische Sensibilität aus dessen Fundamenten. Das Haus, das heute ein Museum beherbergt, bewahrt sich eine intime und authentische Atmosphäre. Die Führung führt die Besucher durch die eingerichteten Wohnräume, das Arbeitszimmer und, besonders bemerkenswert, durch die originalgetreue Rekonstruktion seines Büros in der Rue du Val-de-Grâce in Paris. So entsteht eine faszinierende Verbindung zwischen seiner bretonischen Heimat und seinem Leben als Gelehrter am Collège de France. Mehr als nur ein Ort der Erinnerung, erkundet das Haus die Vielschichtigkeit Renans: von seiner religiösen Ausbildung im Priesterseminar von Tréguier bis zu seiner Emanzipation durch Wissenschaft und Vernunft. Besucher entdecken Manuskripte, persönliche Gegenstände und eine Fülle von Ikonen, die seine unerschütterliche Verbundenheit mit diesem „Land der Priester“ und seinen Legenden belegen. Der Besuch führt weiter in einen bezaubernden Terrassengarten, der eine idyllische Oase der Ruhe mit Blick über die Dächer der Stadt und die majestätische St.-Tugdual-Kathedrale bietet, deren Glocken den Rhythmus der Kindheit des Schriftstellers prägten.
Tipp für einen noch außergewöhnlicheren Besuch.
Das Manuskript von „Das Gebet auf der Akropolis“: Verpassen Sie nicht den Abschnitt über seine Reisen in den Osten. Hier haben Sie die Gelegenheit, die Originalnotizen zu seinem berühmten „Gebet auf der Akropolis“ zu lesen, einem der bekanntesten Texte der französischen Literatur, der während seiner Griechenlandreise entstand. Tipp für die Atmosphäre: Besuchen Sie das Museum an einem Tag mit leichtem Regen (typisch für das bretonische Klima); das Knarren des alten Parkettbodens und das sanfte Licht, das durch die kleinen Buntglasfenster fällt, machen das Eintauchen in die Kindheit des Schriftstellers besonders bewegend und poetisch.



