Chateau de Langeais
Chateau de Langeais
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Über Chateau de Langeais
Zu Favoriten hinzufügenAus architektonischer Sicht präsentiert das Château de Langeais eine faszinierende Dualität und markiert den Übergang zwischen zwei Epochen. 1465 von Ludwig XI. in einem Zug erbaut, weist seine der Stadt zugewandte Seite alle Merkmale einer imposanten mittelalterlichen Festung auf: imposante Rundtürme, Wehrgänge und eine der letzten noch funktionstüchtigen Kettenzugbrücken Frankreichs. Die Innenfassade hingegen öffnet sich mit ihren großen Sprossenfenstern zum Innenhof und lässt bereits den Komfort und die Eleganz der Renaissance erahnen. Auf dem Gelände befinden sich auch die Überreste des Bergfrieds von Fulk Nerra, der um das Jahr 1000 errichtet wurde und als eines der ältesten erhaltenen Beispiele steinerner Befestigungsanlagen gilt. Historisch erlangte das Schloss Legendenstatus als Ort der Hochzeit von Anna von der Bretagne und Karl VIII. im Jahr 1491. Diese heimlich im Morgengrauen gefeierte Verbindung, um politischem Widerstand zu entgehen, ist ein Wendepunkt der französischen Geschichte, da sie die Annexion des Herzogtums Bretagne an das Königreich besiegelte. Heute liegt die Hauptattraktion des Schlosses Langeais für Touristen in der außergewöhnlichen Pracht seiner Inneneinrichtung. Im Gegensatz zu vielen der eher schlichten Schlösser des Loiretals verfügt Langeais über eine bemerkenswerte Sammlung von Wandteppichen und geschnitzten Möbeln aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die einen authentischen Einblick in den Alltag und die Pracht des spätmittelalterlichen Adels bietet.
Tipp für einen noch außergewöhnlicheren Besuch.
Für einen unvergesslichen Besuch im Château de Langeais sollten Sie sich die beeindruckende, kettenbetriebene Zugbrücke nicht entgehen lassen: Sie ist eine der letzten in Frankreich, die noch jeden Morgen zur Öffnung und jeden Abend zur Schließung von Hand bedient wird. Im Inneren sollten Sie nicht nur die königlichen Möbel bewundern, sondern auch die monumentalen Kamine und die Mille-Fleurs-Wandteppiche. Sie zählen zu den am besten erhaltenen der Welt und lassen die elegante Atmosphäre eines spätmittelalterlichen Herrenhauses wiederaufleben. Das wahre Geheimnis liegt im Park: Nach dem Besuch des modernen Schlosses sollten Sie das rekonstruierte mittelalterliche Gerüst am Fuße des Bergfrieds Fulk Nerra erklimmen. Es ist der älteste Steinturm Frankreichs (aus dem Jahr 994!). Die Besteigung dieser Holzkonstruktionen ermöglicht es Ihnen, die Arbeitsweise der damaligen Erbauer hautnah zu erleben. Zum Schluss sollten Sie für eine ungewöhnliche Aussicht dem Pfad zu der Hütte folgen, die in der zweihundert Jahre alten Zeder thront: Sie bietet einen einzigartigen Blick auf die Gärten und die Wehrarchitektur der Burg und eignet sich perfekt, um die Dimensionen der Wehrmauern ohne die Menschenmassen im Erdgeschoss zu erfassen.
3 Wichtige Termine
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castle
1465
Einer der ältesten steinernen Bergfriede Frankreichs, erbaut von Fulk Nerra.
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castle
1465
Fulk Nerra, Graf von Anjou, ließ den ersten bekannten steinernen Bergfried in Frankreich errichten, um seine Ländereien vor den Grafen von Blois zu schützen.
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crown
6/12/1491
Geheime Hochzeit von Anne von der Bretagne und Karl VIII. in Langeais: Die Vereinigung besiegelte das Schicksal der Bretagne innerhalb des Königreichs Frankreich
