Maison Emile Zola - Musee Dreyfus
Maison Emile Zola - Musee Dreyfus
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Über Maison Emile Zola - Musee Dreyfus
Zu Favoriten hinzufügenDie Wiege des Naturalismus und der Zufluchtsort der Gerechtigkeit Das Anwesen Médan im Département Yvelines zeugt von zwei Umbrüchen: einem literarischen und einem gesellschaftlichen. Hier erwarb Émile Zola dank der Tantiemen seines Romans „L’Assommoir“ ein kleines Landhaus und verwandelte es in ein imposantes Anwesen, flankiert von den Türmen „Germinal“ und „Nana“. 24 Jahre lang schuf Zola hier, umgeben von seinen naturalistischen Freunden (Maupassant, Huysmans, Cézanne), sein monumentales Werk, den Rougon-Macquart-Zyklus. Das Haus ist mit seiner eklektischen Einrichtung und den symbolträchtigen Buntglasfenstern ein lebendiges Zeugnis seines Erfolgs. Seit 2021 beherbergt das Anwesen auch das Dreyfus-Museum, das erste und einzige Museum in Frankreich, das sich ausschließlich der Dreyfus-Affäre widmet. In einer modernen und ergreifenden Inszenierung zeichnet das Museum Zolas Kampf (des Autors des berühmten „J’Accuse…!“) für die Unschuld von Hauptmann Alfred Dreyfus nach. Dieser Ort beschränkt sich nicht auf die Präsentation historischer Dokumente; er beleuchtet die Werte der Republik, den Kampf gegen Antisemitismus und die Rolle des Intellektuellen in der Gesellschaft. Ein Besuch in Médan führt daher von der privaten Welt eines großen Schriftstellers ins Epizentrum eines politischen Erdbebens, das Frankreich spaltete und sein modernes Gewissen prägte.
Tipp für einen noch außergewöhnlicheren Besuch.
Anreise mit dem Zug: Um Zola in seiner ganzen Pracht zu erleben, empfiehlt sich die Anreise mit dem Zug (Linie J ab Paris Saint-Lazare). Zola selbst war fasziniert von der Bahnstrecke, die direkt am Anwesen vorbeiführt und ihn zu seinem Roman *La Bête humaine* inspirierte. Tipp: Buchen Sie Ihre Tickets unbedingt im Voraus online, da das Haus zum Schutz der Privatsphäre und der empfindlichen Originaleinrichtung nur für kleine, geführte Gruppen zugänglich ist.



