Chateau de Castelnaud
Chateau de Castelnaud
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Über Chateau de Castelnaud
Zu Favoriten hinzufügenIm Herzen des Périgord Noir thront das auf einem Felsvorsprung erbaute Château de Castelnaud und bietet ein grandioses Panorama über das Dordogne-Tal. Die im 12. Jahrhundert gegründete Burg ist ein Paradebeispiel mittelalterlicher Festungsbaukunst. Heute beherbergt sie eine bedeutende Waffen- und Rüstungssammlung. Auf der Bastion sind die mächtigsten Belagerungsmaschinen des Mittelalters in Angriffsposition rekonstruiert. Castelnaud, genauer gesagt Castelnau, die neue Burg, wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Anfang des 13. Jahrhunderts im Besitz des Katharerfürsten Bernard de Casnac, wurde sie 1214 während des Albigenserkreuzzugs von Simon de Montfort erobert. Anschließend wurde eine neue Burg errichtet. Der Bergfried und die Ringmauer stammen aus dieser Zeit. Im Hundertjährigen Krieg befand sich die Burg häufig im englischen Lager. Nach einer von König Karl VII. im Jahr 1442 angeordneten Belagerung errangen die Franzosen schließlich den Sieg. Nach dem Ende des Konflikts wurde die Burg an die Familie Caumont zurückgegeben, die sie seit 1368 besaß. Sie verstärkte die Verteidigungsanlagen: Die untere Burgmauer und die neue Barbakane wurden mit Schießscharten versehen, und anschließend wurde der Artillerieturm errichtet. Während der Hugenottenkriege wurde die Burg Hauptmann Geoffroy de Vivans anvertraut, der in Castelnaud geboren war. Er trug den Beinamen „der Kämpfer“ und war im gesamten Périgord gefürchtet. Dieser Ruf hielt Angreifer in dieser Zeit von der Burg fern. Im 15. Jahrhundert wurden neue Wohngebäude hinzugefügt, um den Komfort der mittelalterlichen Festung zu verbessern. Dennoch verließ die Familie Caumont Castelnaud und bezog ihr neues Schloss in Les Milandes. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg nur selten bewohnt. Während der Revolution verlassen, verfiel sie zusehends und diente im 19. Jahrhundert sogar als Steinbruch. Das Gebäude wurde 1966 zum historischen Denkmal erklärt und war seither Gegenstand spektakulärer Restaurierungskampagnen. Seit 1985 beherbergt es das „Museum des Krieges im Mittelalter“.
