Forteresse de Salses
Forteresse de Salses
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Über Forteresse de Salses
Zu Favoriten hinzufügenDer Backsteinkoloss vor den Toren Kataloniens Am Fuße der Corbières-Berge gelegen, ist die Festung Salses ein einzigartiges Monument, das den faszinierenden Übergang von der mittelalterlichen Burg zur modernen Bastionsfestung markiert. Ende des 15. Jahrhunderts von den spanischen Katholischen Königen erbaut, um die französischen Armeen aufzuhalten, besticht sie durch ihr schiffsähnliches Aussehen aus Backstein und Stein, das buchstäblich in den Boden eingelassen ist. Anders als mittelalterliche Burgen, die auf Höhe bauten, wurde Salses in den Boden hineingebaut, um Kanonenkugeln ein möglichst geringes Ziel zu bieten – eine architektonische Revolution für die damalige Zeit. Ihre enorm dicken Mauern (bis zu 12 Meter) und tiefen Gräben machten sie zu einer Festung, die als uneinnehmbar galt. Die Erkundung des Inneren der Festung ist ein labyrinthisches Erlebnis. Im Inneren entdeckt man eine wahre Garnisonsstadt, die 1.500 Mann und Hunderte von Pferden völlig autark beherbergen konnte. Der Weg führt von den gewölbten Stallungen zu den Bäckereien, vorbei am Exerzierplatz und dem Bergfried – einer wahren Burg in der Burg. Die Raffinesse des Verteidigungssystems mit seinen engen Gängen und strategischen Schießscharten zeugt vom Genie spanischer Militäringenieure. Salses, heute ein nationales Denkmal, bleibt der standhafte Wächter der alten Grenze und bietet einen eindrucksvollen Kontrast zwischen der Kraft seiner leuchtend roten Struktur und dem Azurblau des Himmels von Roussillon.
Tipp für einen noch außergewöhnlicheren Besuch.
Der Blick von den Wehrmauern: Bleiben Sie nicht nur im Innenhof. Steigen Sie auf die Wehrmauern und die oberen Terrassen. Nur von dort aus lässt sich die strategische Lage der Festung wirklich erfassen: auf der einen Seite die Lagunen von Leucate und das Meer, auf der anderen die Corbières-Hügel. Es ist auch der ideale Aussichtspunkt, um die perfekte Geometrie der Rundtürme zu fotografieren und zu verstehen, wie das Monument fast mit der Landschaft verschmilzt, je weiter man zurücktritt.



