Chateau Plessis Bourre
Chateau Plessis Bourre
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Über Chateau Plessis Bourre
Zu Favoriten hinzufügenPlessis-Bourré ist ein Meisterwerk der Harmonie und bildet den perfekten Übergang zwischen mittelalterlicher Festung und Renaissancepalast. Erbaut in nur fünf Jahren (1468–1473) von Jean Bourré, dem Finanzchef Ludwigs XI., scheint es auf seinem gewaltigen Burggraben zu schweben. Sein Verteidigungssystem ist vollständig erhalten, mit vier Ecktürmen und einer noch funktionsfähigen doppelten Zugbrücke, während die Innenfassaden bereits die Raffinesse der Renaissance erahnen lassen. Der Ruhm des Schlosses rührt auch von seiner alchemistischen Decke her: Die Holzkassetten der Wachstube sind mit geheimnisvollen Symbolen und satirischen Szenen bemalt. Dieses „Buch aus Stein und Holz“ fasziniert bis heute Esoterikhistoriker. Das Schloss diente zudem als natürliche Kulisse für zahlreiche Kultfilme, darunter Jacques Demys „Eselshaut“ und „Der Glöckner von Notre-Dame“.
Tipp für einen noch außergewöhnlicheren Besuch.
Dieses Schloss ist besonders lebendig; informieren Sie sich vor Ihrem Besuch unbedingt über den Veranstaltungskalender. Das Anwesen organisiert regelmäßig Abende bei Kerzenschein oder Thementage (Grand Siècle, Fantasy), die das Erlebnis grundlegend verändern. Für Fotografiebegeisterte bietet sich der beste Aussichtspunkt außerhalb der Mauern an, wenn man einmal um den Burggraben herumgeht: Die Spiegelung der Fassaden im spiegelglatten Wasser im Morgengrauen erzeugt einen beeindruckenden symmetrischen Effekt. Zögern Sie nicht, die Führer nach den Geheimnissen der Alchemie in den Deckenmalereien zu fragen; dies ist der einzigartigste und faszinierendste Aspekt des Besuchs, der ohne Erklärung leicht übersehen werden könnte.
