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Wichtige Termine

Geburt

0742-01-01

Tod

0814-01-28

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CHARLEMAGNE

"Empereur des Romains "

Karl der Große, geboren um 742 oder 748 als Sohn Pippins des Kurzen und Bertha Breitfuß, gehörte der karolingischen Dynastie an. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 768 teilte er das Reich zunächst mit seinem Bruder Karlmann. Erst nach Karlmanns Tod im Jahr 771 wurde er Alleinherrscher der Franken. Als unermüdlicher Krieger von imposanter Statur unternahm er umgehend eine Reihe von Feldzügen, um Heiden zu bekehren und sein Reich zu erweitern. Seine Herrschaft war von beispielloser territorialer Expansion geprägt; er unterwarf die Langobarden in Italien, die Sachsen in Germanien und die Awaren in Mitteleuropa. Die Restauration des Weströmischen Reiches Den Höhepunkt seiner Macht erreichte er am Weihnachtstag des Jahres 800. In Rom krönte ihn Papst Leo III. zum „Kaiser der Römer“, ein Titel, der im Westen seit über drei Jahrhunderten nicht mehr verwendet worden war. Dieses Ereignis ist von entscheidender Bedeutung: Es markiert die Geburtsstunde eines neuen christlichen politischen Raums, der sich als Erbe des antiken Roms verstehen wollte. Um dieses riesige Gebiet zwischen Elbe und Ebro zu regieren, stützte sich Karl der Große auf eine zentrale Verwaltung in Aachen und entsandte seine „Missi dominici“ (Boten des Lehnsherrn), um die Grafen zu beaufsichtigen und die Umsetzung seiner Anordnungen überall sicherzustellen. Die karolingische Renaissance Neben den Eroberungen war Karl der Große der Architekt einer bedeutenden kulturellen und bildungspolitischen Erneuerung. Da er wusste, dass Gewalt allein für die Einheit des Reiches nicht ausreichte, umgab er sich mit den größten Gelehrten seiner Zeit, wie etwa Alkuin, und förderte die Gründung von Schulen zur Ausbildung der Führungskräfte von Kirche und Staat. Unter seinem Einfluss verbreitete sich die karolingische Minuskel, eine klare und gut lesbare Schrift, die das Abschreiben von Handschriften und die Verbreitung von Wissen erleichterte. Obwohl er selbst mit dem Schreiben haderte, förderte er Kunst, Architektur und die Vereinheitlichung der Liturgie und legte damit das intellektuelle Fundament des mittelalterlichen Europas. Ein gemeinsames Erbe Karl der Große starb 814 in Aachen und hinterließ ein riesiges, aber fragiles Reich. Sein Sohn, Ludwig der Fromme, konnte dessen Einheit bewahren, doch 843 teilte der Frieden von Verdun das Reich unter seinen drei Enkeln auf. Diese Teilung nahm die späteren Grenzen Frankreichs und Deutschlands vorweg. Trotz dieser politischen Zersplitterung blieb die Gestalt Karls des Großen im gesamten Mittelalter ein wirkmächtiger Mythos, sowohl für die Franzosen als auch für die Deutschen. Er blieb das Symbol der europäischen Einheit und der legendäre Beschützer von Bildung und Christentum.



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