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DIANE DE POITIERS
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Als Juwel des französischen Adels und Schlüsselfigur der Renaissance war Diane de Poitiers (1499–1566) weit mehr als nur eine königliche Favoritin: Sie war die einflussreichste Beraterin und die unerschütterliche Liebe von König Heinrich II., trotz ihres Altersunterschieds von zwanzig Jahren. Seit der Thronbesteigung ihres Geliebten im Jahr 1547 übte sie eine nahezu königliche Autorität aus, erhielt prestigeträchtige Titel wie den der Herzogin von Valentinois und griff direkt in die Staatsgeschäfte ein – zum großen Missfallen von Königin Katharina von Medici. Als Frau von legendärer Schönheit, die sie durch eiserne Disziplin wie tägliche Kaltbäder und morgendliche Ausritte bewahrte, zeichnete sie sich durch ihre schlichte Eleganz aus und trug ausschließlich Schwarz und Weiß, die Farben ihrer Witwenschaft. Ihr spektakulärstes Erbe bleibt das Schloss Chenonceau, das sie als Geschenk erhielt und durch den Bau der berühmten Brücke über den Cher sowie prächtiger Gärten verwandelte. Doch ihre Herrschaft im Schatten brach nach dem Unfalltod Heinrichs II. im Jahr 1559 jäh zusammen. Von der Regentin gezwungen, die Kronjuwelen zurückzugeben und Chenonceau gegen das Schloss Chaumont-sur-Loire einzutauschen, zog sie sich mit bemerkenswerter Würde auf ihr Gut Anet zurück, wo sie ihre Tage als vollendete Mäzenin der Künste und Wissenschaften beschloss.
