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Wichtige Termine

Geburt

1754-08-23

Tod

1793-01-21

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LOUIX XVI

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Ein junger Mann im Schatten der Krone Geboren 1754 als Louis-Auguste, war der spätere Ludwig XVI. zunächst nicht darauf vorbereitet, die Last des Königreichs zu tragen. Als fleißiges, aber zurückhaltendes Kind wuchs er im Schatten seines älteren Bruders, des Herzogs von Burgund, auf, dessen früher Tod ihn zum Thronfolger machte. Ganz anders als sein Großvater Ludwig XV. begeisterte sich der junge Prinz für Naturwissenschaften, Geografie und handwerkliche Berufe wie das Schlosserhandwerk – fernab von den Intrigen am Hof. Seine Heirat 1770 mit Marie Antoinette von Österreich war in erster Linie ein diplomatischer Akt zur Versöhnung zweier rivalisierender Mächte, doch sie begann mit Unbehagen und Isolation angesichts der erdrückenden Etikette von Versailles. Ein reformorientierter König, der mit Stagnation konfrontiert ist Als Ludwig XVI. 1774 den Thron bestieg, erbte er ein mächtiges, aber finanziell ausgelaugtes Frankreich. Angetrieben von guten Absichten, umgab er sich mit visionären Ministern wie Turgot, um die Wirtschaft zu modernisieren und für finanzielle Gerechtigkeit zu sorgen. Dem König fehlte jedoch die nötige Entschlossenheit, diese Veränderungen angesichts des Adels und der Parlamente, die ihre Privilegien vehement verteidigten, durchzusetzen. Sein kostspieliges Engagement im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, obwohl militärisch siegreich, ruinierte letztlich die Staatsfinanzen und zwang den Monarchen 1789 zur Einberufung der Generalstände – ein Schritt, der das Schicksal der Monarchie besiegeln sollte. Der Fall eines absoluten Monarchen Die Französische Revolution veränderte die Rolle Ludwigs XVI. grundlegend. Er wandelte sich vom absoluten Monarchen zum König der Franzosen unter einer konstitutionellen Monarchie. Überwältigt von der rasanten Entwicklung der Ereignisse, wie dem Sturm auf die Bastille und der Abschaffung der Privilegien, schwankte er zwischen der vordergründigen Akzeptanz der Reformen und passivem Widerstand. Der endgültige Bruch mit dem Volk erfolgte im Juni 1791 mit seinem gescheiterten Fluchtversuch nach Varennes. Diese Tat wurde als unwiederbringlicher Verrat empfunden. Von da an wuchs das Misstrauen, verschärft durch Drohungen ausländischer Mächte, was schließlich zum Aufstand vom 10. August 1792 und zur Inhaftierung der Königsfamilie führte. Das letzte Opfer Der Prozess gegen Ludwig XVI., nun bekannt als Bürger Louis Capet, begann vor dem Nationalkonvent in einer äußerst angespannten Atmosphäre. Angeklagt wegen Verschwörung gegen die öffentliche Freiheit und Angriffe auf die Sicherheit des Staates, verteidigte er sich mit einer Würde, die seine Gegner überraschte. Trotz der hitzigen Debatten zwischen Girondisten und Montagnards wurde seine Hinrichtung mit knapper Mehrheit beschlossen. Am 21. Januar 1793 bestieg er mit bemerkenswerter Fassung das Schafott und beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. Sein Tod markiert einen symbolischen und unumkehrbaren Bruch in der Geschichte Frankreichs und bedeutet das endgültige Ende des Ancien Régime.



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