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Wichtige Termine

Geburt

1214-04-12

Tod

1270-08-25

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LOUIS IX

"Saint-Louis"

Eine Kindheit geprägt von der Fronde Louis-Dieudonné, 1638 nach 23 Jahren des Wartens seiner Eltern, Ludwig XIII. und Anna von Österreich, geboren, galt als Geschenk des Himmels. Mit fünf Jahren bestieg er den Thron und wuchs unter der Regentschaft seiner Mutter und dem Einfluss Kardinal Mazarins, seines politischen Mentors, auf. Seine Jugend war tiefgreifend von der Fronde geprägt, einer Reihe von Aufständen des Adels und des Pariser Volkes, die die Königsfamilie zur Flucht aus der Hauptstadt zwangen. Dieses Kindheitstrauma schmiedete seine absolute Entschlossenheit: Er würde nie wieder zulassen, dass der Adel die königliche Autorität in Frage stellte, und hegte ein tiefes Misstrauen gegenüber Paris. Der Aufstieg des Absolutismus Nach Mazarins Tod im Jahr 1661 überraschte Ludwig XIV. den Hof mit der Ankündigung, fortan allein, ohne Premierminister, zu regieren. Dies markierte den Beginn der absoluten Monarchie von Gottes Gnaden, in der sich der König als Gottes Stellvertreter auf Erden betrachtete. Mit der Sonne als seinem Emblem zentralisierte er die gesamte Macht in seinen Händen und umgab sich mit ergebenen und talentierten Ministern wie Colbert für Finanzen und Louvois für Krieg. Er etablierte eine strenge Verwaltung, kurbelte die Wirtschaft durch Merkantilismus an und erzwang strikte religiöse Einheit. 1685 widerrief er sogar das Edikt von Nantes, was zur Verbannung vieler Protestanten führte. Versailles, die Bühne der Macht Um seine Herrschaft zu festigen und den Hochadel zu zähmen, verwandelte Ludwig XIV. ein bescheidenes Jagdschloss in Versailles in den größten Palast Europas. 1682 verlegte er seinen Hof dorthin und formte die ehemals rebellischen Adligen zu eifrigen Höflingen, deren Rang von seiner Gunst abhing. Versailles wurde zum kulturellen Zentrum der Welt, wo der König Künstler wie Molière, Racine und Lully förderte. Durch pompöse Feste, strenge Etikette und klassische Architektur inszenierte er seinen eigenen Ruhm und machte Frankreich zum unbestrittenen kulturellen und künstlerischen Vorbild des 17. Jahrhunderts. Militärischer Einfluss und das Ende einer Herrschaft Die Herrschaft Ludwigs XIV. war auch von ständiger territorialer Expansion geprägt. Besessen von militärischem Ruhm, führte er zahlreiche Kriege (den Französisch-Niederländischen Krieg, den Augsburger Völkerbundkrieg und den Spanischen Erbfolgekrieg), um die Grenzen des Königreichs zu erweitern und den habsburgischen Einfluss zu durchbrechen. Zwar bescherten diese Eroberungen Frankreich neue Provinzen und einen von Vauban befestigten Burgenring, doch sie zehrten auch die Staatsfinanzen auf. Das Ende seiner Herrschaft wurde von Hungersnöten, erdrückenden Steuern und aufeinanderfolgenden Familientragödien überschattet. Er starb 1715 und hinterließ seinem Urenkel Ludwig XV. ein mächtiges, aber finanziell angeschlagenes Königreich.



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